Kassandra stellt sich vor Drucken

Wenn von der Halbinsel Kassándra die Rede ist, so entspricht das eigentlich nicht ganz der Wahrheit. Denn bei Néa Potídea trennt ein Kanal Kassándra von der restlichen Chalkidiki. Die den 40 Meter breiten Schiffahrtsweg überspannende Schnellstraße läßt ein Inselgefühl aber gar nicht erst aufkommen.

 Kassandra

Es sei dahingestellt, ob Kassándra seinen Namen von der mythischen Seherin Kassándra erhielt, die in die Zukunft blicken konnte, oder von dem makedonischen Herrscher Kassándros. Auf jeden Fall muß die Region Kassándra schon vor vielen Jahrtausenden ein bevorzugtes Siedlungsgebiet gewesen sein, wie zahlreiche Grabungsfunde beweisen. Doch von den einst bedeutsamen antiken Städten wie Potídea und Sáni sind nur noch einige wenige Reste erhalten geblieben.

Auch wenn Landwirtschaft immer noch eine wesentliche Einkommensquelle darstellt - Oliven und Öl, Getreide und Wein sind die wichtigsten Produkte -, der moderne Tourismus hat sich längst als bedeutendster Erwerbszweig etabliert. Auf Kassándra ist die touristische Infrastruktur mit ihren Dienstleistungsangeboten denn auch am besten ausgebaut, vergleicht man diesen Finger mit den anderen Regionen der Chalkidiki.

Besonders lebhaft sind die Orte Chanióti und Kallithéa, deren Einwohnerzahlen im Hochsommer sprunghaft ansteigen. Doch von wenigen Ausnahmen abgesehen hat sich Kassándra bis heute seinen beschaulichen Charakter bewahrt - vor allem außerhalb der Hauptreisemonate Juli und August werden dies Besucher am intensivsten erleben können.

Ruhige Dörfer abseits vom Touristenstrom
Eine Rundfahrt auf der gutausgebauten Küstenstraße erschließt neben den aufstrebenden Küstenorten des Ostens auch die ruhigeren Dörfer im Süden Kassándras. Das bergige grüne Hinterland mit seinen Kiefern- und Pinienwäldern sollte Wanderfreunden eine Entdeckung wert sein.